Telefonische Terminvereinbarung:
030.897 470 5020

MVZ im Fürstenberg-Karree Berlin
Dysplasiesprechstunde
Hohenzollerndamm 123
14199 Berlin

Tel: 030.897 470 5020
Fax: 030.897 470 5023
info@izd-berlin.de

Fragen zu unserer Sprechstunde

Welche Sprechstunden bieten wir an?

Dysplasie & Lasersprechstunde: Dysplasie oder andere Veränderungen an Gebärmutterhals, Scheide oder Scheideneingang.
Nachsorge: Untersuchung, Beratung und Therapieplanung bei Zustand nach Dysplasie im unteren Genitaltrakt.
Ambulante Hysteroskopie: Durchführung ambulanter Gebärmutterspiegelungen bei abklärungsbedürftigen Veränderungen der Gebärmutter.

Wie melde ich mich für die gynäkologischen Sprechstunden an?

Bitte melden Sie sich telefonisch unter 030.897 470 5020 (Sprechzeiten & Kontakt)
Eine Überweisung durch Ihren betreuenden Frauenarzt sollte Ihnen vorliegen.

Wann und wo finden die Sprechstunden statt?

Die Dysplasiesprechstunde findet in der Praxis des MVZ im Fürstenberg-Karree Berlin, Hohenzollerndamm 123, 14199 Berlin statt. (Sprechzeiten & Kontakt)

Welche Unterlagen sollte ich zum ersten Termin mitbringen?

  • vorhandene Vorbefunde z. B. HPV- und PAP-Status, Laborwerte, feingewebliche Untersuchung, Röntgenaufnahmen (wenn möglich auf digitalem Datenträger)
  • evtl. Arztbriefe (wenn möglich auf digitalem Datenträger)
  • Liste der aktuellen Medikation
  • Allergiepass, Herzpass, Blutgruppenausweis, bei Schwangerschaft den Mutterpass, Notfallausweis
  • Krankenversicherungkarte
  • Personalausweis/Reisepass

Patienteninformationen

Der Gebärmutterhals und seine Funktion

Der Gebärmutterhals (auch als “Zervix” oder “Cervix”, lateinisch cervix uteri) ist der untere, dünnere Teil der Gebärmutter. Er nimmt etwa ein Drittel der gesamten Gebärmutter ein. Als Gebärmuttermund (portio vaginalis) wird der Teil des Gebärmutterhalses bezeichnet, der in den oberen Abschnitt der Scheide hineinragt. Eine wichtige Funktion des Gebärmutterhalses und des Gebärmuttermundes ist es, die Gebärmutterhöhle (cavum uteri) nach außen zu verschließen und vor Keimen aus der Scheide zu schützen. Dazu produzieren Drüsenzellen im unteren Bereich des Gebärmutterhalses zähen Schleim. Nur während des Eisprungs und der Monatsregel verflüssigt sich der Schleim, und der Zervikalkanal öffnet sich ein wenig. Während einer Schwangerschaft schließt der geschlossene Gebärmutterhals die Fruchthöhle nach unten ab.

Veränderungen am Gebärmutterhals

Am Gebärmutterhals können sogenannte Dysplasien entstehen. Zu den Therapiemöglichkeiten zählen die operative Entfernung durch Elektroschlinge oder Laser.

Humane Papillomviren und Erkrankung

Es gibt mehr als 100 HPV-Typen und etwa 48 von ihnen können die Schleimhäute sowohl im Genitalbereich als auch im Analbereich und im Mund-Rachenbereich von Männern und Frauen infizieren. Manche dieser HPV-Typen verursachen Genitalwarzen (Feigwarzen). Andere dagegen können dafür sorgen, dass Zellen im Gebärmutterhals abnormal werden und sich über 10 bis 15 Jahre langsam zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Daher kann der Nachweis von HPV zur Vorsorge, Früherkennung und zur Verlaufkontrolle nach Behandlung solcher Krebserkrankungen und deren Vorstufen eingesetzt werden.
Ob eine Erkrankung vorliegt oder nur eine harmlose Infektion, muss immer im Zusammenhang mit der ärztlichen Untersuchung und Zytologie beurteilt werden.

Häufig gestellte Fragen zu Thema HPV:

Wie häufig ist eine HPV Infektion?
Altersabhängig sind zwischen 30-50% der 15-25 jährigen und 3-10% der >30 jährigen Frauen infiziert.

Wie lange dauert sie an?
Die Durchschnittliche Dauer beträgt 8-18 Monate. Bei Frauen älter als 30 Jahre kann sie über Jahre bestehen bleiben, was ein Risiko für Krebsentstehung bedeutet.

Wie gefährlich ist eine HPV Infektion?
Die Infektion alleine ist keine Krankheit. Nur wenn außerdem im Abstrich oder in einer Gewebeprobe Zellveränderungen festgestellt werden, muss eine genaue Untersuchung und Behandlung erfolgen.

Wie gefährlich ist eine Krebsvorstufe?
Es gibt verschiedene Schweregrade. Meistens bilden sie sich von alleine zurück. Hochgradige Vorstufen müssen entfernt werden, weil 20-30% zu Krebs werden können. Wenn ein Krebs vorliegt, so ist das lebensbedrohlich.

Was wird unternommen, wenn eine Krebsvorstufe oder Krebserkrankung festgestellt wird?
Es muss eine genaue Untersuchung durchgeführt werden. Zu dieser gehört eine Spiegelung des Gebärmutterhalses , evtl. eine Gewebeprobe und bei Vorliegen einer hochgradigen Veränderung eine Operation.

Wie wird behandelt?
HPV Infektionen sind nicht behandelbar – hier muss man auf die natürliche Ausheilung warten. Krebsvorstufen werden durch eine Spiegelung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie) beurteilt und evtl. eine Gewebeprobe entnommen. Oft kann dann weiter auf die Selbstheilung gewartet werden. Handelt es sich aber um eine hochgradige Vorstufe, wird das erkrankte Gewebe durch eine Excision entfernt, d.h. es wird ein kleiner Gewebekegel aus dem Muttermund geschnitten. Bei Gebärmutterhalskrebs muss meist die Gebärmutter entfernt werden.

Welche Heilungschancen gibt es?
Eine Excision führt in 95% zur Ausheilung und zum Verschwinden der HPV Infektion. Liegt bereits ein Krebs vor, sind die Heilungschancen vom Stadium abhängig.

Wie häufig kommt die Infektion und Krebsvorstufe wieder?
In etwa 5% tritt die gleiche HPV Infektion mit einer erneuten Gewebeveränderung wieder auf. Sie kann auch durch andere HPV Typen neu entstehen.

Was ist mit meinem Partner?
Die Partner sind oft, aber nicht unbedingt, ebenfalls infiziert, da die Ansteckung bereits lange her sein kann. Männer erkranken nur sehr selten durch die HPV-Infektion. Die Ansteckung lässt sich durch Kondome reduzieren aber nicht verhindern.

Was bedeuteten die unterschiedlichen HPV Typen?
Die verschiedenen HPV Typen verursachen unterschiedliche Erkrankungen und diese unterschiedlich häufig. HPV 16 und HPV 18 sind die gefährlichsten Typen. Nur wenn langfristig eine Infektion mit demselben HPV Typ vorliegt, besteht ein Risiko. Wird der HPV Test negativ oder ist keine Infektion nachweisbar, so besteht auch so gut wie kein Risiko.

Was bedeutet es, wenn ich HPV negativ bin?
Dann kann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine HPV-bedingte Erkrankung ausgeschlossen werden.

Wieso gerade ich?
Die Krebsvorstufen und Krebs treten als sehr seltene Komplikation einer sehr häufigen Infektion auf. Ein schwaches Immunsystem (durch z.B. Rauchen, Medikamente, Schwangerschaft) spielt eine große Rolle. Eine erbliche Komponente kann von Bedeutung sein.

Wie kann ich mich vor HPV Infektion und Folgeerkrankung schützen?
Eine sehr gute Möglichkeit ist die HPV-Impfung. Die beiden Impfstoffe sind sehr effizient und sicher. Sie verhindern Infektionen und Krebsvorstufen durch HPV 16 und HPV18 und weitere verwandte HPV Typen. Dadurch können mehr als 80% der hochgradigen Vorstufen und Krebserkrankungen verhindert werden. Die Impfung wird für Frauen bis zum 18. Geburtstag bezahlt. Kondome reduzieren die Ansteckung, können sie aber nicht sicher verhindern.
Eine routinemäßige Krebsvorsorge bei Ihrem Frauenazrt ist weiterhin dringend notwendig.

Allgemeine Informationen
Einige medizinische Leistungen werden von den Krankenkassen nicht mehr in jedem Fall übernommen und müssen deshalb vom Patienten selbst bezahlt werden. Ihr Haus- oder Facharzt entscheidet welche ärztliche Leistung bei Ihnen sinnvoll ist. Für Versicherte der Privaten Krankenversicherung erfolgt eine Kostenübernahme, wenn kein vorheriger Leistungsausschluss besteht. Falls Sie hierzu Fragen haben, wird Sie Ihr behandelnder Arzt gern beraten.

Die HPV Typisierung

Genotypisierender Nachweis von Humanen Papillomviren
Unter den als hochrisiko Humanen Papillomviren (HPV) eingestuften krebserregenden Typen gibt es deutliche Unterschiede im Risiko Krebs auszulösen. Neben der Möglichkeit die Gruppe der hochrisiko HPV nachzuweisen, ist es auch möglich, das individuelle Virus zu identifizieren.

Dies hat verschiedene Vorteile, da man

  1. Mehrfachinfektionen nachweisen kann,
  2. nachverfolgen kann, ob dasselbe Virus anhaltend nachweisbar bleibt oder
  3. nach einem operativen Eingriff das Virus entfernt wurde.

Daher werden die individuellen 18 hochrisiko HPV-Typen sowie weitere 7 niedrigrisiko HPV-Typen individuell differenziert und nachgewiesen.

Aus dem Abstrich vom Gebärmutterhals wird die Erbsubstanz (DNA) isoliert und durch biochemische Methoden HP-Viren vermehrt und markiert, sodass sie selbst in geringsten Mengen nachweisbar werden. In einem zweiten Schritt wird der jeweilige HPV Typ nachgewiesen. Hierbei kann beurteilt werden, ob Einzel- oder Mehrfachinfektionen vorliegen, welcher HPV-Typ kontinuierlich vorliegt oder verschwunden ist.
Da bei Frauen bis zu einem Alter von 30-35 Jahren harmlose HPV Infektionen sehr häufig sind, wird der HPV Test generell erst ab einem Alter über 30 Jahren durchgeführt. Ausnahmen können die Abklärung von Zellveränderungen sein oder der Test auf Virusfreiheit – was auch besagt, dass mit höchster Sicherheit keine bösartige Gewebeveränderung vorliegt.

Ein positiver HPV Test sollte immer im Zusammenhang mit einer zytologischen Untersuchung erfolgen, um festzustellen, ob es sich um eine harmlose Infektion oder um eine Zellveränderung handelt, die zu Krebs führen kann.

Von den vielen verschiedenen HPV-Typen können etwa 20 Krebs hervorrufen. Sie werden in 3 Gruppen eingeteilt:

  1. hoch-Risiko (HR) Typen: 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73, 82
  2. mögliche HR Typen: 26, 53, 66
  3. niedrig-Risiko (LR) Typen, 6, 11, 40, 42, 43, 44, 70 (+ weitere)

Von den HR-HPV sind HPV16 und HPV18 die gefährlichsten. Die niedrig-Risiko Typen verursachen Genitalwarzen (Feigwarzen).

HPV Impfung – Info für GKV

Sehr geehrte Patientinnen,

diese Informationen können Ihnen helfen eine Kostenübernahme der HPV-Impfung von der gesetzlichen Krankenkasse bei medizinischer Indikation zu erhalten:

1. BMJ 2012;334: “Effect of the human papillomavirus (HPV) quadrivalent vaccine in a subgroup of women with cervical and vulvar disease: retrospective pooled analysis of trial data”
HPV-Impfung – Info 1-BMJ

2. Gynecologic Oncology 130 (2013) 264–268: “Is vaccination with quadrivalent HPV vaccine after loop electrosurgical excision procedure effective in preventing recurrence in patients with high-grade cervical intraepithelial neoplasia (CIN2–3)?” HPV-Impfung – Info 2-Gyn Onc

3. Garland et. a. International Journal of Cancer 2016:
“Prior human papillomavirus-16/18 AS04-adjuvanted vaccination prevents recurrent high grade cervical intraepithelial neoplasia after definitive surgical therapy: Post-hoc analysis from a randomized controlled trial” HPV-Impfung – Info 3-IJC

Bitte nutzen Sie dieses Dokument zur Anfrage bei Ihrer Krankenkasse:
HPV Impfung – Anfrage für Krankenkasse

Übersicht der zusätzlich vereinbarten Satzungsimpfungen mit verschiedenen Krankenkassen und Abrechnungshinweisen (Stand: Juli 2014):
HPV Impfungen – bis 26 Jahren

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten, heute bekannten Risikofaktoren für Dyspalsie des Gebärmutterhalses.

Infektion mit humanen Papillomviren (HPV)
HPV ist sehr weit verbreitet: Mehr als die Hälfte aller Frauen und Männer sind im Laufe ihres Lebens einmal damit infiziert. Der Hauptübertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr. In den allermeisten Fällen hat eine HPV-Infektion kaum gesundheitliche Auswirkungen, da das Immunsystem das Virus erfolgreich bekämpft. Rund 130 Typen dieser Viren sind heute bekannt, aber nur etwa 20 HPV-Typen führen zu Gebärmutterhalskrebs. In fast allen Gewebeproben von bösartigen Gebärmutterhalstumoren lassen sich die Viren nachweisen – in rund 70 Prozent sind dies die beiden Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18.
Aus einer HPV-Infektion entwickelt sich aber nur dann Krebs, wenn diese über einen langen Zeitraum besteht (Persistenz). Dies ist vergleichsweise selten: Rund eine von hundert Frauen, die mit einem hochriskanten HPV-Typ infiziert sind, erkrankt im Durchschnitt nach etwa 15 Jahren an Gebärmutterhalskrebs. Aber das lebenslange Risiko an einer Krebsvorstufe zu erkranken, liegt bei 10 Prozent, also genauso hoch wie für Brustkrebs: 1 von 10 Frauen wird in Ihrem Leben eine Krebsvorstufe am Gebärmutterhals entwickeln, die behandelt werden muss. Seit 2006 gibt es in Deutschland eine prophylaktische Impfung gegen die Infektion mit humanen Papillomviren, um vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen und mit der Impfung kann das lebenslange Risiko für die Entwicklung einer Krebsvorstufe von 1:10 auf 1:100 reduziert werden.

 

Der lange Zeitraum der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs von der Infektion über die Krebsvorstufen zum Krebs bietet die Chance, dass Vorstufen der Erkrankung rechtzeitig erkannt werden und das erkrankte Gewebe durch eine Excision entfernt werden können.

Weitere Risikofaktoren

Rauchen: Das Risiko von Raucherinnen, an einem Zervixkarzinom zu erkranken, ist 60 Prozent höher als das von Nichtraucherinnen. Das Risiko steigt je früher mit dem Rauchen begonnen wurde und je mehr Zigaretten pro Tag konsumiert werden. HPV-Infektionen bleiben bei Raucherinnen länger bestehen, deshalb steigt das Risiko für eine krebsauslösende, persistierende Infektion.

Andere Infektionen im Genitalbereich: Wenn bereits eine Infektion mit einem hochriskanten HPV-Typ vorliegt, können andere, sexuell übertragbare Erreger wie Herpes simplex 2, HIV oder Chlamydien das Krebsrisiko weiter erhöhen. Kondome helfen, die Ansteckung mit diesen Erregern zu vermeiden.

Pille: Hormonelle Verhütungsmittel, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, erhöhen das Risiko.

Geschwächtes Immunsystem: Wenn in Folge einer AIDS-Erkrankung oder der Einnahme immununterdrückende Medikamente das Immunsystem geschwächt ist, kann sich der Körper nicht gut gegen eine HPV-Infektion wehren. Damit steigt auch das Risiko einer chronischen Infektion und letztlich das Krebsrisiko.

Schwangerschaft: Jede Geburt erhöht in Kombination mit einer HPV-Infektion das Risiko für Dysplasie. Es ist nicht klar, ob dies durch Verletzungen und anschließende Heilungsprozesse am Gebärmutterhals ausgelöst wird.

Zu betonen ist allerdings, dass die Forschung heute weder alle Risikofaktoren noch deren genaue Interaktionen untereinander kennt. Es ist wahrscheinlich, dass die kommenden Jahre erheblich weitergehende Erkenntnisse hervorbringen werden.

PAP-Zytologie
Ein Dysplasie am Gebärmutterhals entwickelt sich über einen längeren Zeitraum, in dem sich die Zellen immer stärker krankhaft verändern. Diese Zellveränderungen lassen sich bei der Früherkennung erkennen und behandeln. So lässt sich die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verhindern.


Jede Frau ab 20 Jahren hat in Deutschland Anspruch auf eine jährliche gynäkologische Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Dazu gehört neben anderen Untersuchungen der sogenannte PAP-Test. Dabei werden Zellen von der Schleimhaut des Muttermundes und des Gebärmutterhalses mit einem Wattestäbchen oder einer kleinen Bürste “abgestrichen” (deshalb auch “Zellabstrichuntersuchung”) und mikroskopisch untersucht.
Die Beurteilung der Zellen (zytologische Untersuchung) gibt Auskunft darüber, ob und wie stark die Zellen krankhaft verändert sind. Je nach Grad der Zellveränderung wird eine Einstufung vorgenommen (PAP I bis PAP V).
Pap I bedeutet normale gesunde Zellen, während bei einem Pap V bereits Zellen eines bösartigen Tumors nachweisbar sind. Der Pap-Test ist schmerzlos, unkompliziert – und sehr effektiv:
Rund 80 Prozent aller Krebsvorstufen können durch auffällige Zellveränderungen so frühzeitig erkannt werden.

Dysplasie (Krebsvorstufen oder Präkanzerosen)
Je nachdem wie ausgeprägt die beim Pap-Test festgestellte Zellveränderung ist, schließen sich weitere Untersuchungen an. Das Ergebnis PAP Klasse I oder II ist normal und erfordert lediglich die weitere regelmäßige Teilnahme am Vorsorgeprogramm. Alle Frauen mit anderen PAP Befunden wie PAP Klasse III, IIID, IVa, IVb oder V sollten von Experten in einer sogenannten Dysplasie Sprechstunde untersucht werden. Dabei gilt es eine Dysplasie (Krebsvorstufe oder Präkanzerose) auszuschliessen.

Während der PAP-Test Auskunft darüber gibt, ob einzelne Zellen verändert sind, nimmt die Biopsie das Gewebe – also einen Verbund von Zellen – in den Blick. Mit der Untersuchung lässt sich feststellen, wie weit sich die Zellveränderung bereits im Epithel des Gebärmutterhalses ausgebreitet hat. Dazu untersuchen Pathologen das aus dem verdächtigen Areal entnommene Gewebe unter dem Mikroskop, das als histologische Untersuchung bezeichnet wird.

Das Ergebnis dieser histologischen Untersuchung wird mit der CIN-Einteilung (CIN I bis CIN III) klassifiziert. CIN steht für zervikale intraepitheliale Neoplasien (CIN, englisch: cervical intraepithelial neoplasia). Häufig wird auch hierbei von leichten, mäßigen und schweren Dysplasien gesprochen.


Je nachdem wie weit fortgeschritten die Gewebeveränderungen sind, unterscheidet man verschiedene Stadien. Wichtig dabei ist: Dysplasien beziehungsweise ein CIN-Befund sind Krebsvorstufen (Präkanzerose), aber bedeuten nicht Krebs und die betroffene Frau ist nicht gefährdet und nicht ernsthaft erkrankt. Krebsvorstufen sind auf die Oberfläche des Gebärmutterhalses beschränkt und noch nicht in das tiefer liegende Bindegewebe eingewachsen und damit im Moment der Diagnose nicht gefährlich. Eine Entdeckung von Krebsvorstufen und ihre sorgfältige Kontrolle und Behandlung sind aber wichtig, da dadurch die künftige Entstehung von Krebs verhindert werden kann.
Leichte Dysplasien (CIN I) und mäßige Dysplasien (CIN II) heilen oft von selbst wieder ab. CIN I-Befunde bilden sich in 50 bis 70 Prozent der Fälle spontan zurück. Wir empfehlen eine vierteljährliche zytologische (PAP-Test) und kolposkopische Kontrolle (Scheidenspiegelung) von leichten und mittelgradigen Veränderungen, weil damit eine chirurgische Übertherapie vermieden wird. Hält die Veränderung über einen längeren Zeitraum an oder schreitet sie zu einem CIN III fort, sollte eine Excision durchgeführt werden. Liegt ein CIN-III-Befund und damit eine schwere Dysplasie (auch ein “Carcinoma in situ” genannt) vor, muss in der Regel sofort eine Excision erfolgen.